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Konzept Dritte Orte

Ende April 2019 hat die Volkshochschule Waltrop – federführend für die Stadt-ihre Bewerbung um die Konzeptentwicklung Dritte orte (Förderphase 1) beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) eingereicht. Unter gut 150 Antragstellern wurden 17 Projekte in ganz NRW ausgewählt, darunter Waltrop als einziges Projekt im Ruhrgebiet.

Nachdem im Sommer 2019 die Stadt der positive Bescheid erreichte, konstituierte sich nach den Sommerferien erstmalig ein sogenannter Lenkungskreis. Am 20. September besuchte der parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser, der zugleich Juryvorsitzender ist und das Projekt für das Ministerium verantwortet, Waltrop und das HBK im Rahmen der „Langen Nacht der Volkshochschulen.“

Der zum Herbst dann seine Arbeit aufnehmende Lenkungskreis besteht aus etwa 14 Akteuren, darunter einigen städtischen Mitarbeiter*innen aus dem Kulturbetrieb und der Volkshochschule. Hinzu kommen knapp zehn Ehrenamtliche, von der Schülerin bis zum ehemaligen VHS Leiter, ferner ein externer Moderator.

 Allein durch zwei Vertreter*innen des ehrenamtlichen Teams der Bücherei ist auch dieser Zirkel im Lenkungskreis repräsentiert.

 Neben dem Lenkungskreis tagte ab Februar/März 2020 auch eine AG Mediathek, die sich vorwiegend mit diesem Aspekt des Dritten Ortes beschäftigte.

 Schließlich wurde im Frühjahr eine „Kulturinitiative Dritter Ort“ sofort gegründet, die neben dem Büchereiteam die Kooperationsvereinbarung mit der Bürgermeisterin unterzeichnen wird.

 An den Lenkungskreis-Sitzungen nimmt seit Mai/Juni auch das Münsteraner Beratungsbüro „modulorbeat“ teil, vertreten durch Professor Jan Kampshoff und eine weitere Architektin.

 Mit der Projektleitung wurde seitens der Bürgermeisterin von Sommer 2019 bis Sommer 2020 der VHS-Leiter Clemens Schmale beauftragt.

Location: Haus der Bildung und Kultur

Seit über 100 Jahren ist das Gebäude an der Ziegeleistraße 14 mit kulturellen Merkmalen verknüpft. Lange Zeit „Spielstätte“ der Musikschule, ist es seit vielen Jahren der Ort der Volkshochschule. Es beherbergt deren Büros und bietet mit zwölf Unterrichtsräumen Platz für Kurse, Bildungsurlaube, Wochenend-Workshops und kulturelle Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen und Konzerte. Seit gut zehn Jahren ist das Haus auch „Heimat“ anderer städtischer Büros im Kulturbereich (Kulturbüro, Sportbüro, Waltroper Parkfest, Kinder- und Jugendbüro).

Kernstück der Weiterentwicklung zu einem „Dritten Ort“ soll die Neugestaltung der Stadtbücherei sein. Es ist vorgesehen, diese mit der gut etablierten Volkshochschule räumlich und programmatisch stärker zu verbinden, so dass den Interessen und Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer, v.a. auch Familien mit Kindern, stärker Rechnung getragen werden kann. Es sollen niederschwellige Angebote geschaffen werden, Räume, die Aufenthaltsqualität bieten und Appetit machen auf Kultur- und Bildungsangebote. In Zukunft könnten mehre Räume für Gruppen, Vereine und Verbände zur Verfügung gestellt werden – eventuell auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten.

Da in Waltrop eine lange Tradition bürgerschaftlichen Engagements und gesellschaftlicher Partizipation besteht, wird im Rahmen des Prozesses der „Dritten Orte“ auf einer breiten Basis gemeinsam mit einer Vielzahl von Partnern, kommunalen Einrichtungen, freien künstlerischen und kulturellen Initiativen zusammengearbeitet.